Autofahren mit deiner Katze

Autofahrten mit deiner Katze müssen nicht immer stressig sein. Während Achim von Anfang an beim Autofahren entspannt war, schrie Bertwin ununterbrochen beim Autofahren. Und damit ist Bertwin nicht allein. Viele Katzen sind nicht unbedingt begeistert vom Autofahren. Aus dem Grund berichte ich dir hier, wie du die Autofahrt mit deiner Katze angenehmer gestalten kannst. 

1. Finde den richtigen Transportkorb

Es ist allgemein bekannt, dass Katzen sehr wählerisch sein können. Das gilt auch für den Transportkorb. Während die eine Katze einen Transportkorb aus Rattan bevorzugt, lässt sich die andere lieber in einem offeneren Transportkorb transportieren. 

Rattankörbe

Ein Transportkorb aus Rattan gleicht einer kleinen Höhle und gibt deiner Katze somit mehr Sicherheit, als ein offener Transportkorb. Der Nachteil von den Rattankörben ist jedoch, dass sie sich nur nach vorne hin öffnen lassen. Gerade beim Tierarztbesuch wird deine Katze das vielleicht gern ausnutzen und sich mit aller Kraft von innen gegen den Korb stemmen, um nicht rausgehen zu müssen.

Transportkörbe aus Plastik

Bei Transportkörben, die zwei Öffnungen haben, also von vorne und von oben geöffnet werden können, kann deine Katze freiwillig durch die vordere Öffnung aus dem Transportkorb rausgehen oder alternativ von oben aus dem Transportkorb gehoben werden. Zudem bieten manche Transportkörbe auch die Möglichkeit an, die obere Hälfte vom Korb abzunehmen. So kann der Tierarzt deine Katze dann teilweise auch behandeln, ohne das sie aus dem Korb raus muss. Das ist besonders bei stark geschwächten Katzen hilfreich. 

Unabhängig von der Art eures Transportkorbs solltest du auch unbedingt darauf achten, dass der Transportkorb groß genug für deine Katze ist und auch für das Gewicht deiner Katze geeignet ist. Wie viel Gewicht der Transportkorb tragen kann, steht meist in der Artikelbeschreibung oder auf einem Zettel oder Aufkleber, der am Korb befestigt ist. 

2. Mach es deiner Katze gemütlich

Schaffe deiner Katze eine gemütliche Liegefläche. Entweder mit Handtüchern, Decken oder einem Liegekissen. Es gibt Liegekissen für Katzen, die den Maßen der Transportkörbe entsprechen. Für Achim und Bertwin haben wir solche Liegekissen und die werden von den beiden auch sehr gern außerhalb des Transportkorbes genutzt. Lege die Liegekissen einfach an die Lieblingsplätze deiner Katzen. Beim Transport wird es deine Katzen dann beruhigen, ihre gewohnten Schlafplätze bei sich zu haben. 

3. Bau eine Höhle

Wie bereits erwähnt lieben viele Katzen Höhlen und deine Katze bestimmt auch. Falls du bereits einen Transportkorb ausgewählt hast und deine Katze noch sehr nervös im Korb ist, kann es helfen, wenn du ein Handtuch über den Korb legst. So fällt weniger Licht in den Korb und deine Katze ist ein bisschen von der Umgebung abgeschirmt, die ihr Angst bereitet. 

Transportiere deine Katze auf dem Rücksitz, da es dort dunkler ist als auf dem Beifahrersitz und ihr keine Lüftung direkt in den Korb pustet. 

4. Bereite dich auf kleine und große Missgeschicke vor

Ab und zu kann es passieren, dass deine Katze mal muss und ihr noch nicht an eurem Ziel mit Katzenklo angekommen seid. Dies gilt insbesondere für jüngere und ältere Katzen. Für deine Katze wird der Transport dann sehr unangenehm, wenn sie die ganze Zeit in ihren Missgeschicken sitzen muss. Die perfekte Lösung für dieses Problem sind Puppypads. Puppypads saugen alle Flüssigkeiten auf und haben eine wasserdichte Unterseite, sodass nichts durch das Puppypad durch tropft. Wir nehmen beim Transport von Achim und Bertwin immer zwei Puppypads pro Katze mit sowie eine kleine Mülltüte. Ein Pad legen wir direkt in den Transportkorb und eins haben wir immer als Reserve mit, falls einer von beiden zwischendurch mal aufs Klo musste. Wenn dann ein kleines Missgeschick passiert, muss man nur kurz mit dem Auto anhalten, die Pads auswechseln und schon kann die Fahrt weitergehen. 

5. Mach den Transportkorb zum neuen Lieblingsschlafplatz

Integriere den Transportkorb in deine Wohnungseinrichtung. Deine Katze wird schon bald den Transportkorb als Schlafhöhle nutzen und sich an ihn gewöhnen. Das hat den Vorteil, dass deine Katze freiwillig in den Korb gehen wird und nicht in Panik ausbricht und sich versteckt, sobald sie den Transportkorb sieht. 

6. Nutze kleine Hilfsmittel zur Beruhigung

Es gibt Sprays und Mittel, die deine Katze etwas beruhigend und ihre Angst mindert. Bei unseren Katzen nutzen wir Feliway Spray und CBD Öl. Das Feliway Spray sprühst du am besten 10-15 Minuten vor dem Transport in den Transportkorb. Alternativ kannst du deiner Katze auch CBD Öl geben. CBD Öl kann man online oder auch direkt beim Tierarzt erwerben. Wenn du deiner Katze CBD Öl geben möchtest, solltest du deinen Tierarzt nach der richtigen Dosierung für deine Katze fragen.

7. Übe, übe, übe

Deine Katze wird sich wahrscheinlich nie sonderlich auf ihren Transport freuen, wenn die Fahrt immer zum Tierarzt führt. Gewöhne deine Katze also daran, dass ein Transport normal ist und nicht immer ein Transport zum Tierarzt bedeutet. Fahre mit deiner Katze mal Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte besuchen. Wenn deine Katze an die Leine gewöhnt ist, kannst du mit ihr auch mal zu ruhigen Plätzen fahren, damit sie dort ein wenig an der Leine rumlaufen kann. Mit der Zeit wird deine Katze die Autofahrt dann nicht mehr mit etwas Negativem verbinden. 

Für die ersten Autofahrten solltest du jemanden anderes fahren lassen und dich zu deiner Katze auf die Rückbank setzen. Während der Fahrt kannst du sie dann durch den Korb streicheln und mit ihr reden, damit sie merkt, dass Autofahrten nichts schlimmes sind und sie nicht allein ist. 

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