Tierarztbesuche vorbereiten

Tierarztbesuche können für Katzen ganz schön angsteinflößend sein und großen Stress auslösen. Hier sind vier Tipps, wie du den Besuch beim Tierarzt für dich und deine Katze ein wenig angenehmer gestalten kannst:

1. Nimm den Haustierausweis mit

Lege einen festen Ort in deiner Wohnung fest, an dem du den Ausweis deiner Katze aufbewahrst. So hast du ihn auch in Notsituationen schnell zur Hand und musst nicht erst lang danach suchen.

2. Gewöhne deine Katze an den Transportkorb

Um deiner Katze Stress zu ersparen, solltest du sie früh an den Transportkorb gewöhnen. So ist deine Katze beim Tierarztbesuch entspannter und verbindet den Tierarztbesuch nicht mit einer negativen Erfahrung. In meinem Blogbeitrag „Autofahren mit deiner Katze“ findest du Tipps, wie du den Transport im Korb für deine Katze angenehm gestaltest. 

3. Übe mit deiner Katze die Untersuchung

Abtasten

Du kannst deinem Tierarzt und deiner Katze die Behandlung und Untersuchung erleichtern, indem du deine Katze daran gewöhnst, sich an allen Stellen anfassen zu lassen. Taste beispielsweise die Pfoten ab oder den Bauch. Gewöhne deine Katze auch daran, ihr ans Maul zu packen und die Lefzen sanft hochzuziehen, um die Zähne anzuschauen. Wenn deine Katze still bleibt, belohnst du sie. So verbindet deine Katze das Abtasten mit positiven Erfahrungen. 

Pfote halten

Viele Katzen mögen es nicht, wenn man ihre Pfote festhält. Gerade bei Blutabnahmen oder beim Krallen kürzen ist dies aber oft notwendig. Gewöhne deine Katze daran, dass du ihre Pfote in die Hand nimmst und sie für ein paar Minuten festhältst. Fange mit ein paar Sekunden an und steigere langsam die Zeit, die du die Pfote festhältst. Belohne deine Katze jedes Mal, wenn sie die Pfote nicht wegzieht, sondern wartet, bist du sie loslässt. 

Scheren

Manchmal ist es auch notwendig, dass deine Katze an einzelnen Stellen geschoren werden muss. Für Bluttests wird eine Stelle am Vorderbein geschoren, für eine Ultraschalluntersuchung wird das Fell am Bauch geschoren. Das Geräusch und die Vibration der Schermaschine machen vielen Katzen Angst. Du kannst deiner Katze die Angst zu nehmen, indem du dir eine eigene Schermaschine kaufst und deine Katze langsam daran gewöhnst. Für das Training brauchst du keine teure Schermaschine. Um Achim an die Schermaschine zu gewöhnen, habe ich diese Schermaschine gekauft: ONEISALL Tierhaarschneidemaschine*. 

So habe ich Achim an die Schermaschine gewöhnt

Schritt 1: Schalte die Schermaschine in der Nähe deiner Katze an. Gib deiner Katze genug Zeit, sich die Schermaschine anzusehen. Es ist nicht schlimm, wenn deine Katze erstmal Abstand hält. Belohne deine Katze, sobald sie sich der Schermaschine freiwillig nähert und nicht mehr vor der Schermaschine flüchtet. Wenn das dann gut klappt, kannst du mit Schritt 2 fortfahren. 

Schritt 2: Nun geht es darum, dass deine Katze sich neben dem Geräusch auch langsam an die Vibration der Schermaschine gewöhnt. Schalte die Schermaschine an und streichle deine Katze mit der Hand, in der du die Schermaschine hältst. Die Schermaschine soll deine Katze dabei nicht direkt berühren, sodass deine Katze die Vibration erst nur durch deine Hand spürt. Achte unbedingt darauf, dass du den Scherkopf von deiner Katze weg hältst, schließlich möchtest du sie ja nicht tatsächlich scheren. Belohne deine Katze, wenn sie nicht mehr vor der Schermaschine ausweicht. Sobald Schritt 2 gut klappt, kannst du mit Schritt 3 fortfahren.

Schritt 3: Im letzten Schritt hält du den Griff der Schermaschine direkt an deine Katze, damit sie die Vibration noch stärker merkt. Achte wieder darauf, dass du den Scherkopf von deiner Katze weg hältst. Belohne deine Katze wieder, wenn sie nicht ausweicht. Wiederhole das Ganze an verschiedenen Körperstellen deiner Katze. Deine Katze ist nun an die Schermaschine gewöhnt und sollte keine Angst mehr vor dem Geräusch und der Vibration haben. 

Die Gewöhnung an die Schermaschine hat bei Achim ca. 2 Tage gedauert. Möglicherweise klappt es bei deiner Katze schneller oder langsamer als bei Achim. Achte darauf, dass du deine Katze nicht zu sehr stresst und lege immer wieder Pausen ein, damit deine Katze die neuen Eindrücke verarbeiten kann. 

4. Denke über eine OP- oder Krankenversicherung nach

Es kann schnell passieren, dass du mal ungeplant zum Tierarzt musst und dann innerhalb kurzer Zeit ein paar hundert Euro los bist. Das kenne ich leider aus eigener Erfahrung, weswegen ich für unsere beide Katzen eine Krankenversicherung abgeschlossen habe.

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