Wie Futterverpackungen deine Katze krank machen

Nicht nur der Inhalt des Katzenfutters sondern auch seine Verpackung haben Einfluss auf die Gesundheit deiner Katze. Im schlimmsten Fall kann die Verpackung des Futters deine Katze sogar krank machen. Auf welche Verpackungen du lieber Verzichten solltest, erfährst du in diesem Blogbeitrag. 

Nicht nur eine Frage der Nachhaltigkeit

Sicher hast auch du schon mal Fotos von Plastikinseln im Ozean, Plastikbergen in Entwicklungsländern sowie von durch Plastikmüll verletzte und verstorbenen Tiere gesehen. Um die Umwelt und Tiere zu retten, ist es also dringend notwendig, dass wir unseren Plastikmüll reduzieren. Als Katzenbesitzer ist dir aber sicher auch schon aufgefallen, dass allein durch die Nassfutterverpackungen ganz schön viel Plastikmüll entsteht und es gar nicht so einfach ist, darauf zu verzichten. Was du bisher vielleicht noch nicht wusstest, ist dass einige Plastikverpackungen nicht für die Umwelt, sondern auch für deine Katze schädlich sein können. Schuld daran ist die Chemikalie Bisphenol A, den meisten wahrscheinlich unter der Abkürzung BPA bekannt.

Was ist BPA?

BPA wird zur Herstellung einiger Kunststoffe eingesetzt und ist auch in Farben und Schutzlacken enthalten. Die Chemikalie wird unter anderem dazu eingesetzt, um die Haltbarkeit von Plastik zu erhöhen. Das Problem an BPA-haltigen Verpackungen ist, dass BPA von den Verpackungen an das Futter abgegeben wird. Da BPA eine östrogen-ähnliche Wirkung hat, kann es den Hormonhaushalt von Mensch und Tier verändern und gilt deswegen als hormoneller Schadstoff.

Welchen Einfluss hat BPA auf die Gesundheit deiner Katze?

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung wurde bei Tierversuchen festgestellt, dass die Chemikalie mit einer Reihe von Effekten zusammen hängt. Dazu gehören unter anderem die Schädigung:

  • der Nieren
  • der Leber
  • der Fortpflanzung
  • der Entwicklung (z.B. frühes Eintreten der Pubertät).

Sicher fragst du dich nun, ob die Chemikalien von den Plastikverpackungen auch wirklich ins Nassfutter und somit deine Katze gelangen. Die Antwort auf diese Frage scheint leider „Ja“ zu sein. In einer Studie von Wissenschaftlern der University of Missouri wurden BPA Level von Hunden, denen Hundefutter aus Dosen gefüttert wurde, untersucht. Laut der Studie wurde schon nach 2-wöchigem Füttern des Hundefutters aus Dosen ein erhöhtes BPA Level in den untersuchten Hunden festgestellt. Von welchen Futterherstellern das in der Studie verwendete Futter stammt, wird nicht genannt. Es wird lediglich erwähnt, dass die Studie von Purina, Hill’s Science Diet und der Waltham Foundation finanziell unterstützt wurde und eines der zwei getesteten Hundefutter von den Unternehmen stammen könnte oder auch nicht.

In den beiden genannten Studien wurden zwar keine Katzen getestet, jedoch geben die Studien einen Hinweis darauf, wie BPA die Gesundheit unserer Katzen beeinflussen kann und das man besser auf Verpackungen, die BPA enthalten, verzichten sollte.

Wie kannst du BPA meiden?

Sowohl bei der Futterverpackung, als auch bei Futterschalen, Trinkbrunnen und Schleckmatten solltest du darauf achten, dass die Produkte BPA frei sind, damit Chemikalien nicht in den Körper deiner Katze gelangen.

1. BPA freie Konservendosen und Plastikverpackungen

Nicht alle Kunststoffverpackungen und Konservendosen enthalten BPA. Das Problem ist jedoch, dass es als Verbraucher leider nicht einfach herauszufinden ist, welche Verpackungen denn nun BPA frei sind und welche nicht, denn oft gibt es dazu keine Hinweise auf der Verpackung oder der Website der Unternehmen. Um also wirklich sichergehen zu können, fragst du am besten direkt beim Futterhersteller nach, ob seine Verpackungen BPA frei sind.

2. Glasverpackungen

Glasverpackungen für Nassfutter sind nicht weit verbreitet und bisher nur bei wenigen Herstellern verfügbar. Im Gegensatz zu Plastikverpackungen gibt Glas keine Substanzen an das Nassfutter ab. Zudem lässt sich Glas im Unterschied zu Plastik unendlich oft recyceln. In Bezug auf die Nachhaltigkeit hat Glas jedoch den Nachteil, dass es schwerer als Plastik ist und somit mehr Ressourcen für den Transport verbraucht. Zudem ist der Energieverbrauch beim Einschmelzen sehr hoch.

Schlusswort

Das Thema Futterverpackung ist sehr komplex und die perfekte ungiftige, nachhaltige Lösung muss erst noch entwickelt werden. Nichtsdestotrotz solltest du zum Wohle deiner Katze nicht nur darauf achten, woraus das Futter besteht, sondern auch worin es verpackt ist. Es bleibt zu hoffen, dass mehr Katzenbesitzer über die Problematik BPA-haltiger Verpackungen informiert werden und dadurch mehr Futterhersteller in Zukunft auf BPA-freie Verpackungen setzen.

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